Too Good To Go Berlin für Naschkatzen

Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – was für eine unglaubliche Zahl! Durch bewussteres Einkaufen und eine gute Planung beim Kochen, kann jede*r im Kleinen schon einiges dagegen tun. Eine weitere Möglichkeit ist beispielsweise die Lebensmittelretter-App „Too Good To Go“. In Berlin beteiligen sich daran immer mehr Restaurants, Bäckereien, Supermärkte und Hotels und ich nutze das Angebot mehrmals die Woche. Hier eine kleine, von mir getestete Auswahl an süßen Leckereien, die ihr vor der Tonne bewahren könnt.

Doloopz – Mitte

Doloopz ist ein noch recht neuer Laden Unter den Linden. Eine Rettertüte kostet 7 Euro. Ich dachte erst, dass ich mich verguckt habe, denn eigentlich sind eher 3 oder 4 Euro üblich. Da ist wohl ein ordentlicher Mittezuschlag drin. Aber ich wollte es trotzdem probieren und wurde nicht enttäuscht.

Die Auswahl ist nicht riesig, aber alles sieht absolut köstlich aus. Ich durfte mir meine TGTG-Box selbst zusammenstellen, das finde ich überhaupt immer das allerbeste. 4 Donuts und 2 Bagels durfte ich auswählen und konnte mich kaum entscheiden …

Das war alles echt so lecker! OMG, diese Donuts sind ein Traum, wenn man es richtig richtig süß mag! Für mich hat sich der etwas höhere Preis absolut gelohnt. Die Retterportionen scheinen im Moment täglich eingestellt zu werden, die Abholzeit ist abends.

Waffle and Donuts – Neukölln

Mittags und abends könnt ihr in den Filialen von „Waffle and Donuts“ Rettertüten abholen. Von außen sieht der Laden an der quirligen Sonnenallee unspektakulär aus, aber an der Theke werdet ihr bestimmt Augen machen!

Ziemlich verrückte Kreationen liegen da in der Vitrine! In unserer TGTG-Box waren 3 Teile, die wir leider nicht selbst auswählen durften: ein Oreo- und ein Bueno-Kuchen am Stil und ein Roger-Donut. Ein ganzes Stück auf einmal essen, haben weder ich noch meine Tochter geschafft. Das ist schon echt irgendwie zu viel des Guten. Und die Kuchen sind eigentlich auch eher ein witziges optisches Erlebnis – kein wirklich erlesener Genuss in meinen Augen. Bereut hab ich es aber auch nicht.

Sugarclan – Friedrichshain

Hier musste ich eine ganze Weile warten, bis ich eine Retterbox abbekam. Der kleine Laden am Boxhagener Platz scheint nicht regelmäßig Portionen einzustellen, sondern nach Bedarf, was ja auch Sinn macht. Von Sugarclan hatte ich schon öfter mal gehört, denn das Konzept ist einzigartig: hier hat man sich ganz den Berliner Pfannkuchen verschrieben. Ob das Hefegebäck mit den 100 Namen tatsächlich hier in der Hauptstadt erfunden wurde, ist nicht ganz klar, aber es gibt ein paar Legenden dazu. Eventuell hat ein Kanonier von Friedrich dem Großen sie als essbare Kanonenkugeln mangels Backofen in eine Pfanne gelegt …

Sugarclan Berlin

Toll fand ich, dass ich mir drei Pfannkuchen aussuchen durfte und mir sämtliche Füllungen und Kreationen vorgestellt und empfohlen wurden – da liebt einer, was er verkauft! Stachelbeere-Vanille war wirklich lecker, die anderen beiden auch. Mmmmhhh! Witziges Extra: der geschwungene Pfeil auf der Glasur zeigt auf die Stelle, wo die Füllung reingespritzt wurde. Dort könnt ihr als erstes reinbeißen, dann tropft euch eventuell nichts entgegen.

Süßigkeiten retten mit Too Good To Go Berlin

Es waren wirklich super leckere Sachen dabei! Irgendwie ist mir jetzt trotzdem nach einer kleinen Pause – Doloopz und Sugarclan bleiben aber definitiv auf meiner Favoritenliste. Legt euch am besten auch eine an, dann könnt ihr schneller sehen, ob es bei euren liebsten Anbietern gerade etwas gibt. Einige meiner Lieblinge bei Too Good To Go Berlin verrate ich euch in einem anderen Text und auch einige Buffets, an denen ihr euch bedienen könnt.

Die Idee zu dem Artikel kam mir übrigens beim Lesen des Buches „Das süße Berlin“ von Tanja Dückers, das ich allen Naschkatzen empfehlen kann. Neben ziemlich bekannten Manufakturen wie Sawade, könnt ihr darin auch echte Geheimtipps entdecken.

(Der Artikel enthält keine bezahlte Werbung, ich nutze TGTG aus Überzeugung)

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