Nachhaltig leben in Friedrichshain

Ein nachhaltiger Lebensstil fängt im Kleinen an. Im eigenen Zuhause, beim Einkaufen und Teilen. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, kennt sicher die meisten ganz allgemeinen Tipps, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Darum habe ich hier nur konkrete Vorschläge zusammengefasst. Nachhaltigkeit in Friedrichshain leicht gemacht:

Schenke- und Bücherboxen

Ausmisten empfinde ich persönlich als sehr befreiend. Viele stellen ihren Kram einfach vors Haus, ich bin eher für speziell dafür vorgesehene Orte, die es überall in der Stadt gibt. Falls ihr etwas noch brauchbares loswerden wollt, dann könnt ihr es beispielsweise im Schenkeschrank vor dem Club About Blank am Markgrafendamm abstellen. Manchmal gleicht der zwar einer Müllhalde, aber er wird regelmäßig aufgeräumt und mit ein bisschen Glück könnt ihr da auch tolle Sachen abgreifen. Eine weitere Möglichkeit ist der Schenkeladen Systemfehler in der Jessnerstraße 41. Die Öffnungszeiten sind allerdings begrenzt. Bücherboxen liebe ich ganz besonders, allerdings steht mein Favorit nicht in Friedrichshain. Für Kinderbücher findet ihr hier aber beispielsweise auf Stralau in der Palmkernzeile 8 eine umgebaute Telefonzelle, die wie eine Bücherei funktioniert – hier darf nur ausgeliehen werden.

Klamotten aus Second-Hand-Läden

Fünf Prozent der globalen Emissionen werden durch die Textilindustrie verursacht. Konkret sind das 1,2 Milliarden Tonnen CO₂ – und das jedes Jahr. Second-Hand-Klamotten sind darum ein guter Weg, die Umwelt zu schonen. Läden gibt es in Berlin bzw. Friedrichshain reichlich, darum hier nur eine kleine Auswahl:

ReSales Frankfurter Allee
  • Humana (Warschauer Str. 55; Frankfurter Tor 3; Frankfurter Allee 86B)
  • Trash-Schick (Wühlischstraße 31)
  • Kleider-Motte Kinder und Frauen (Krossener Str. 29)
  • ReSales (Frankfurter Allee 44)
  • SALT BERLIN (Grünberger Str. 87)

Essen retten mit too good to go

12 Millionen Tonnen Lebensmittel landen allein in Deutschland jedes Jahr in der Tonne. Food Waste ist eine riesige Umweltsünde! Mit der App too good to go könnt ihr euch ganz leicht gegen die Verschwendung engagieren. Mit den geretteten Portionen aus Restaurants, Hotels oder Bäckern tut ihr nicht nur dem Klima etwas Gutes: ihr spart auch viel Geld. In Friedrichshain beteiligen sich inzwischen wirklich viele Betriebe. Beispielsweise gibt es in sämtlichen Denns Biomärkten Rettertüten mit Backwaren oder auch Obst- und Gemüsetüten. Ein paar meiner sonstigen Lieblinge in Friedrichshain sind das Holiday Inn Berlin City East Side oder das Restaurant Alte Turnhalle. Ladet euch einfach die App aufs Handy und erstellt eine Favoritenliste. Inzwischen weiß ich, wann meine liebsten Angebote eingestellt werden und kann direkt zuschlagen – Nachhaltigkeit in Friedrichshain für Profis.

Handys spenden

Wer noch alte Handys ungenutzt in Schubladen rumliegen hat, der kann diese im Vorraum der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda in der Frankfurter Allee 14 A in eine Spendenbox werfen. Die stammt vom NABU und die Ressourcen fließen in einen Insektenschutzfonds. So kann euer altes Telefon Gutes für Hummeln, Bienen und Co. bewirken. Stellt aber sicher, dass ihr vorab alle persönlichen Daten gelöscht habt.

Handybox Pablo-Neruda-Bibliothek

fLotte statt Robbe

Lastenräder sind in Berlin ja weit verbreitet. Aber sie sind auch ganz schön teuer. Allerdings könnt ihr euch bei fLotte auch einfach kostenlos welche ausleihen. Die praktischen Gefährte gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen – für einen Ausflug mit mehreren Kindern, einen kleinen Umzug, Getränkekisten für eine Party etc. Auf dieser Karte könnt ihr einfach die Verleihstationen für Friedrichshain-Kreuzberg filtern. Ihr bekommt beispielsweise im

  • Familienzentrum FUN (Modersohnstr. 46)
  • Kinderfreizeiteinrichtung Känguruh (Konitzerstr. 2)
  • Galerie im Turm (Frankfurter Tor 1) oder im
  • Kinder- und Familienzentrum DAS HAUS (Weidenweg 62)

eines. Sogar eine Ausleihe übers Wochenende ist an vielen Standorten möglich.

Nachhaltigkeit in Friedrichshain – Fazit

Alle von mir genannten Tipps nutze ich auch selbst. Ich finde, dass es einem in Berlin relativ leicht gemacht wird, den eigenen Lebensstil fair und nachhaltig zu gestalten. Kennt ihr noch andere Orte, die in dem Artikel fehlen? Dann immer her damit!

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