Lifestyle

Stadtbad RELOADED: BEYOND

Die Ausstellung Stadtbad RELOADED im einstigen Lost Place Stadtbad Lichtenberg geht in die dritte Runde. Seit dem 11. Oktober 2025 könnt ihr bis 31. Januar 2026 bei Stadtbad RELOADED: BEYOND digitale Kunst an einem historischen Ort erleben – erweitert um ein riesiges immersives Erlebnis.

Stadtbad RELOADED: BEYOND
Abliegen und eintauchen

Was ist neu?

Über das historische Stadtbad Lichtenberg sowie die Ausstellung Stadtbad RELOADED bzw. Stadtbad RELOADED: AMBILIGHT habe ich bereits Blogbeiträge geschrieben – dort findet ihr jede Menge Infos und Fotos. Ich war damals von dem außergewöhnlichen Kunstevent so begeistert, dass ich mich sehr über die erneute Einladung gefreut habe. Neu ist diesmal die Motion Art an der Decke der restaurierten ehemaligen Frauenschwimmhalle auf 200 Quadratmetern. Die könnt ihr auf riesigen Sitzkissen liegend auf euch wirken lassen.

Platz für zwei auf den Kissen

Die visuelle Reise von verschiedenen Künstler*innen wird begleitet von atmosphärischer Musik und ist tatsächlich sehr entspannend. Mein Sohn hat zwischendurch sogar ein bisschen gedöst, ich habe mir das Programm hingegen gleich zweimal angesehen. Ihr müsst dafür auch nicht zwingend auf den Kissen liegen, auch beim Rumlaufen wirken die leicht hypnotischen Bilder.

Stadtbad RELOADED: BEYOND
Von der Empore aus gesehen

Fazit

Wer bisher noch nicht in Stadtbad RELOADED oder nur in der ersten Ausstellung war, dem kann ich einen Besuch absolut ans Herz legen. Eine tolle Gelegenheit, um das alte Gebäude von Innen zu besichtigen. Habt ihr AMBILIGHT – die bewegte Lichtinstallation in der alten Männerschwimmhalle mit 63.000 LEDs schon angesehen, dann ist für euch diesmal „nur“ die Deckeninstallation neu. Für mich war es trotzdem wieder toll.

Stadtbad RELOADED: BEYOND
Bei einbrechender Dunkelheit

Die Tickets für Stadtbad RELOADED: BEYOND sind etwas teurer als beim letzten Mal und kosten jetzt tagsüber 13,50 Euro für Erwachsene und abends 15,90 Euro. Allerdings muss ich dem Veranstalter Dennis Peqas Recht geben: „Besonders empfehlenswert ist ein Besuch nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Projektion in der Schwimmhalle ihre volle Wirkung entfaltet“. Geöffnet ist am Wochenende und am letzten Freitag im Monat, Tickets gibt es hier.

2 Comments

  • Someida Bleinedes

    Unbeseeltes KI-Geblinker!
    Wir wissen nicht, was es ist, aber Kunst ist es definitiv nicht und schon gar keine „immersive art“. Es gibt nichts zu sehen außer KI-erstellten Pomp mit Hans Zimmer-Musik – wenn hier irgendwas Emotionen weckt, dann nur die. Die ist ja auch Handarbeit. Da viele Menschen auf diesen Trick reinfallen, verknüpfen sie die wallenden Fastfood-Hollywood-Emotionen vielleicht auch mit den vielen KI-Videorahmen. Das eindrucksvolle Gebäude allein hätte uns sicherlich mehr echte innere Bewegung beschert. Dazu kamen wir aber vor lauter Überlagerung des eigentlich Sehenswerten durch Musik und Bilder, die mit dem Gebäude an sich nichts zu tun hatten, leider nicht. Und nein – KI-Videos von Schwimmbädern und tanzenden Pinguinen haben für uns NICHTs mit diesem Gebäude zu tun! Echt jetzt? How low can you go?

    Für die auch handwerklich schlecht an die Decke projizierten „Beyond“-KI-Filmchen nicht mal wenigstens den Anstand zu haben, ein zusammenhängendes Werk zu komponieren, ist echt der Gipfel. Wahllos sind Bildwelten verschiedener Prompt-Eintipper aneinandergereiht. Zusammengehalten wird das – wenn überhaupt – durch die Interpretation, die einem am Eingang auf der Erklärungstafel vorgegeben wird. Assoziieren kann man ja immer alles – das allerdings auch ohne Videos. In der anderen Halle gibt es nur bunt blinkende Neonröhren. Wie wenn ein Zehnjähriger bei Dubstep-Mucke mal bisschen mit dem Arduino spielen durfte. Wir kamen mit mehreren anderen Gästen ins Gespräch, die ebenso verdutzt dreinschauten und sich genauso veräppelt fühlten wie wir.

    Bei aller Blinker-Projektion hat man nebenbei auch einfach mal vergessen, im Dunkeln die Treppenhäuser und Gänge mindestens so auszuleuchten, dass man die Stufen noch erkennt und sich ältere, gleichgewichts-beeinträchtigte oder schlecht sehende Menschen nicht auf den Allerwertesten legen. Am eigentlich wundervollen Lost Place und historischen Ort vergeht einem vor lauter sinnentleertem buntem Geblinker leider der Appetit. In einem Treppenaufgang ist – Wunder Gottes – eins von diesen Nachthimmel-Projektions-Lämpchen aufgestellt, die einem auf Pinterest für 34,95€ hinterhergeworfen werden. Na herzlichen Glückwunsch zur immersiven Kunst!

    Ich hoffe, dass hier keine öffentlichen Fördergelder verbrannt wurden. Das wäre eine Schande für alle wirklichen Kunstschaffenden und Raumkünstler. Dieses einmalige Gebäude hätte SO VIEL hergegeben für echte, inspirierende herz-gemachte Bildwelten, gern digital, gern auch KI-gestützt – so wie z.B. beim Genius Loci in Weimar, bei dem auch Gebäude im Mittelpunkt stehen: Video-Mapping, mit dem Raum wirklich arbeiten, die Geschichte beleuchten, Visionen entwickeln, kreative Anderswelten gestalten und digital umsetzen – durchdacht komponiert und WIRKLICH immersiv arbeiten, interaktiv, vom Publikum selbst bewegt und bewegend – wirkliches Raum- und Kunst-Erleben eben! Es ist so schade um diese Chance!

    Das war absolut einfallslos und billig – das Mieseste, wofür wir je Geld ausgegeben haben! Immersiv war daran absolut nichts. Den Machern scheint für diesen Begriff schon der Umstand gereicht zu haben, dass man in das Gebäude selber und in echt hineingehen kann. Na Holla die Waldfee!
    Natürlich KEINE Empfehlung!

    • Tina Hoffmann

      Hallo Someida,
      danke für deine sehr ausführliche Einschätzung.
      Dem einen oder der anderen sprichst du vermutlich aus der Seele. Ich habe mir Google-Rezensionen angesehen. Manche sind genau deiner Meinung. Aber sehr viele vergeben auch 5 Sterne und finden, dass es sich um ein tolles Erlebnis handelt, die Gesamtbewertung von 4,6/5 ist durchaus positiv.
      Kunst ist halt auch ein sehr weiter Begriff und liegt immer im Auge des Betrachters. Ich persönlich fühle mich zB im Hamburger Bahnhof verarscht, einem angesehenen Kunstmuseum.
      Schade, dass du dort keine gute Zeit hattest! Liebe Grüße, Tina

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.