Maranja – Schnitzeljagd durch Berlin

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, um den Teenager mal wieder nach draußen zu locken, bin ich kürzlich auf Maranja gestoßen. Eine Art Outdoor Escape Game durch Mitte ab 14 Jahren – ich war sofort begeistert. Mitstreiter*innen ließen sich schnell finden, ein paar wenige Termine waren für das nächste Wochenende auch noch frei und schon konnte es losgehen mit der Tour „Theodors Herausforderung“*.

Startpunkt Litfaß-Platz

Am etwas sterilen Litfaß-Platz hinter dem Hackeschen Markt mit der wenig historisch anmutenden Litfaß-Säule warteten wir auf die Spielleiterin. Die stand wie aus dem Nichts plötzlich neben uns, überreichte uns ein Tablet und einen Schlüssel mit Anhänger und war dann auch schon wieder verschwunden. In einem Einleitungsvideo schaut man sich dann erstmal an, worum es eigentlich geht: wir wollen einem elitären Club von Rätsellösern beitreten und müssen uns als würdig erweisen. Der Anfang so eines Games ist immer am schwierigsten – wer navigiert uns, was sollen wir mit dem Schlüssel anfangen, WAS müssen wir überhaupt tun? Auf dem Weg zu unserer ersten Station ließen wir uns außerdem noch von einem tanzenden Eisbär auf der Brücke zur Museumsinsel ablenken …

So richtig eingespielt waren wir noch nicht, konnten nach einer Weile aber doch erfolgreich ein Geheimversteck ausfindig machen. Dort erhielten wir einen Beutel voller Utensilien und ein Rätselbuch – jetzt waren wir alle angefixt und bei der Sache.

Maranja Berlin
Unterwegs mit Maranja-Utensilien

Teamwork und Sightseeing

Für die meisten Berliner*innen gibt es in Mitte wenig, das sie noch nicht kennen. Das Sightseeing, das quasi nebenbei läuft, ist also eher für Besucher*innen spannend. Allerdings sind es nicht nur die ganz großen Monumentalbauten, an denen ihr eure Hinweise sucht – ein bisschen was konnte ich auch noch entdecken. Und mal ehrlich, wann schaut man sich sonst irgendwelche Statuensockel schon mal genau an?

Maranja Escape Game Berlin
Immer schön auf die Symbole achten!

Ich war froh, dass wir genug Leute waren. An Escape Rooms bin ich mit 2 oder 3 Personen auch schon grandios gescheitert. Je mehr Hilfe man von den Spielleitenden benötigt, umso demotivierter wird man. So konnten wir tatsächlich alles ohne Tipps lösen – irgendjemand hatte immer noch eine neue Idee, was wir probieren könnten. Manche Stationen waren schon wirklich knifflig!

Nie gesehen – Fassadenmosaik

Das letzte große Rätsel

Nach etwa 3 Kilometern seid ihr fast wieder am Startpunkt angekommen, hier wird es nochmal ziemlich schwierig. Falls ihr erfolgreich wart, bekommt ihr am Tablet eine Auswertung eurer Leistung. Wir waren ziemlich gut, würde ich sagen. Fast überall über Durchschnitt – HA! Außer am Anfang, aber daran war nur der blöde Eisbär schuld! Und nun war auch das letzte große Maranja-Rätsel gelöst: die veganen Gummibärchen … aber ich will ja nicht spoilern …

Fazit Maranja Rätseltour

Wir hatten richtig Spaß und können Theodors Herausforderung alle weiterempfehlen! Wir hatten uns vorher ewig nicht gesehen, schmieden seither aber schon fleißig neue Pläne. Irgendwie macht man sowas in der eigenen Stadt viel zu selten! Ich persönlich würde auf jeden Fall zu einer Gruppe ab 4 Personen raten, damit es gut klappt. Dadurch verringert sich dann außerdem der Preis pro Kopf. Kleine Kinder könnt ihr kostenlos mitbringen. Meine Tochter konnte zwar die Rätsel nicht lösen, hat aber die Verantwortung für unseren Spielbeutel übertragen bekommen und so auch eine wichtige Aufgabe. Toll finde ich, dass Maranja für jedes gebuchte Spiel einen Baum pflanzen lässt!

Mehr Inspiration für Unternehmungen mit Jugendlichen bekommt ihr in meinen Beiträgen „Action für Teenager in Berlin“ und „Kostenlos in Berlin mit Teenagern„.

*Maranja hat uns das Spiel auf Anfrage kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Ausgesucht habe ich es selbst und der Artikel ist authentisch.

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