10 Jahre dArtagnan live im Huxleys: Mein VIP-Ticket-Check
Ich bin ehrlich: Ich bin kein Fan der ersten Stunde. Aber seit mich die Musik von dArtagnan vor etwa 2 Jahren so richtig gepackt hat, ist mir kein Weg zu weit. Ich tingel gerne mit dem Deutschlandticket von Berlin bis Wuppertal oder sonstwohin, um mir die energiegeladenen Shows der Musketiere anzusehen. Natürlich musste ich auch bei der Jubiläumstour „Helden x Hymnen“ dabei sein. Aber diesmal wollte ich mir was ganz besonderes gönnen: ein VIP-Ticket. War es meine Aufregung und den Preis wert? Hier mein persönlicher Bericht aus dem Huxleys.

Der VIP-Einlass: Warten auf den Moment
Der Einlass für Leute mit VIP-Ticket war ziemlich früh, aber ich war 30 Minuten vorher längst nicht die Erste. Also erstmal anstehen. Als wir 16:45 rein durften gab es erstmal eine Goodie Bag. Dann wieder anstehen, diesmal im Treppenhaus. Irgendwann bin ich zur Garderobe und da kamen sie gerade aus der Kabine. Von Tim hab ich dabei ein wirklich süßes Lächeln bekommen. Schnell wieder zurück in die Schlange … warten … und dann stand ich irgendwann vor den Tischen, sagte meinen Namen, bekam eine Autogrammkarte unterschrieben und schon war es wieder vorbei. Zumindest der erste Teil. Dann ging es wieder hinten in die Schlange, weg mit den Tischen und schnell alle noch für ein Foto durchgeschleust. Und mein Foto zumindest ist … najaaaaa … nicht wie in meinen Träumen 🙂

In meiner Fantasie war dieses Meet & Greet ein episches Foto mit heroischen Musketieren, gezückten Säbeln – so richtig was zum Angeben und Anschmachten für die Pinnwand daheim. Die Realität? Ein Foto mit ein paar netten Dudes in ganz normalen Straßenklamotten und Jogginghosen. (An die Pinnwand kommt es natürlich trotzdem).
Im ersten Moment war ich, um ehrlich zu sein, ganz schön enttäuscht. Im Nachhinein finde ich es aber einfach nur witzig. Es zeigt mir mal wieder, wie herrlich naiv ich mit Mitte 40 manchmal noch bin und wie weit Erwartung und Erfüllung im echten Leben oft auseinanderklaffen. Klar, die Jungs wollen sich nicht Stunden vor dem eigentlichen Auftritt in ihre bühnentauglichen Lederhosen quetschen und sich völlig vollschwitzen. Aber viel cooler wäre es im Musketier-Look eben schon gewesen!
Perfektes Einheizen von Doppelbock und Storm Seeker
Natürlich war man dann auch lange vor den anderen Gästen in der Halle und man hätte sich in die erste Reihe stellen können. Da ich aber sowieso noch auf meine Begleiter gewartet habe und mir der Platz in kleineren Locations nicht gar so wichtig ist, bin ich erstmal zur Bar. Die Vorbands kannte ich beide nicht und wurde absolut positiv überrascht. Beide haben richtig gut Stimmung gemacht. Doppelbock mit lustigem Folk-Punk und Liedern wie „Lecka Bierchen“, „König vom Getränkemarkt“ oder „Licht“ (das ich mir heute schon x-mal angehört hab) und Storm Seeker mit Pirate Folk Metal und einer richtig tollen Version von „500 Miles“. Beide Sänger hab ich später zufällig beim Weg zur Toilette am Merch Stand getroffen. Die waren sehr locker, nahbar und ohne Zögern bereit für ein schnelles Selfie – ehrlich gesagt das bessere Meet & Greet des Abends. (Möglicherweise war ich auch einfach etwas entspannter als neben Ben.)

Das große Finale: Die Hauptshow von dArtagnan
Und dann kamen endlich die Musketiere auf die Bühne – jetzt natürlich in standesgemäßer Lederkluft. Eröffnet haben sie mit „Helden x Hymnen“ vom neuen Album statt wie bei den letzten Konzerten, auf denen ich war, mit „Ruf der Freiheit“. Einer ihrer Songs mit der meisten Power und eines meiner absoluten Lieblingslieder der Folkrocker. Natürlich kam das später auch noch. Überhaupt hat von meinen Lieblingssongs nur ein einziger gefehlt an dem Abend: „Dreht sich der Wind“.


Immer wieder cool, wie die Jungs von dArtagnan es schaffen, das Publikum mitzunehmen. Auf einiges kann man sich immer wieder freuen. Beispielsweise Ben auf der Kiste mitten im Publikum und einem Circle Pit um ihn herum zu „Was wollen wir trinken“. Die Pyramide aus Ben, Tim und Gustl, der oben geigt, oder die riesigen Luftballons, die immer irgendein großer Kerl direkt vor mir weghaut.




Mein Fazit: VIP-Glanz oder Klo-Merch-Stand?
War es das VIP-Ticket am Ende also wert? Wenn ich ganz ehrlich bin: Das offizielle Meet & Greet war zwar nett, aber der Traum von den glänzenden Musketieren in voller Montur neben mir ist nicht wahr geworden. Ich bereue es aber auch nicht. Also ein klares JEIN. Die Show selbst hat für mich aber von Anfang bis Ende keine Wünsche offen gelassen – ein absolut perfektes Konzert. Und mit meinen Fotos am Merch Stand bei den Toiletten bin ich sehr happy 🙂
Was ist mit euch? Habt ihr euch schon mal ein VIP-Ticket gegönnt und wart danach überrascht von der Realität? Oder habt ihr dArtagnan auf der Tour vielleicht selbst gesehen? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!


