Familienwochenende in Beelitz

Alles begann mit der Idee einmal einen Baumwipfelpfad zu besuchen. Von Berlin aus liegt da ein Trip nach Beelitz natürlich auf der Hand und ich mag Lost Places wie die Heilstätten ohnehin sehr gerne. Da wir generell ohne Auto unterwegs sind, wollte ich den Ausflug entspannt mit einer Übernachtung und ein bisschen Landfeeling verknüpfen – und tatsächlich waren die Heilstätten am Ende nicht das Highlight der Fahrt …

Der Beepark – ein kleines Paradies

Ich stöbere gerne in den Unterkünften bei Airbnb, aber selten war ich sofort so hin und weg wie beim Fund des Beeparks – das perfekte Ziel für Stadtkinder. Und meine Erwartungen wurden kein bisschen enttäuscht! Direkt bei der Ankunft waren wir alle total begeistert von unserem kleinen Zuhause auf Zeit, einem weißen Rundzelt inmitten des liebevoll-wilden Gartens von Juli.

www.beeparkbeelitz.de

Wir bekamen eine kleine Einweisung und erfuhren auch Spannendes über die süßen braunen Soay-Schafe des Minihofes und machten es uns dann erstmal eine Weile auf den Liegestühlen und Hängematten gemütlich. Wirklich herrlich entspannt und absolut ruhig. Zu etwas Besonderem wird der Garten außerdem durch die vielen liebevollen Details wie Insektenhotels, Lichterketten und Windspielen in den Bäumen. 

Historischer Rundgang durch Beelitz

Ein bisschen wollten wir uns natürlich auch die Stadt ansehen. Vom Beepark dauert es zu Fuß keine zehn Minuten in die Altstadt, wo ihr einen kleinen Spaziergang um die Marienkirche machen könnt. Die Läden schließen hier samstags leider bereits um 12 Uhr und außer etwa fünf anderen Besuchern, die Fotos mit seltsamen Spargelstangen machten, war hier niemand unterwegs – ein ziemlicher Kontrast zu Berlin!

Wir entschieden uns für die Einkehr in das wirklich urige Restaurant „Zur Alten Brauerei”. Hier wurde noch bis ins 20. Jahrhundert gebraut und das Gebäude geht auf das Jahr 1650 zurück. In dem großen Innenhof mit Sonnenschirmen könnt ihr gemütlich sitzen und meine Tochter war ganz begeistert von den Kaninchen. 

Am Abend freuten wir uns dann schon wahnsinnig auf die Nacht im gemütlichen Zelt …

Foto by https://www.instagram.com/juliweisrock/

Baum und Zeit – über den Heilstätten

Baum und Zeit

Am nächsten Morgen war es leider schon Zeit Abschied zu nehmen. Ein Bus bringt euch von Beelitz schnell bis direkt zu den Heilstätten. Dort war es wahnsinnig voll und wir mussten etwa eine Stunde anstehen, bis wir zum Baumwipfelpfad gelangten. Aber keine Sorge, das Warten lohnt sich. Zuerst könnt ihr auf den Aussichtssturm steigen – ganze 200 Stufen führen bis zur obersten Plattform und ich muss zugeben, dass mein Griff um das Geländer immer fester wurde. Schwindelfrei muss man definitiv sein, aber von oben bietet sich ein wirklich fantastischer Ausblick.

Baum und Zeit

Der Steg über die Ruine des „Alpenhauses” mit dem seit 1945 wuchernden Dachwald und gibt spannende Einblicke in die oberen Etagen des Gebäudes. Doch auch unterhalb des Baumkronenpfades ist das Gelände wildromantisch und voller Details.

Auf dem Weg zum Bahnhof könnt ihr noch einen kleinen Abstecher zum ehemaligen Heizkraftwerk der Heilstätten machen. Die Spitze des Wasserturms konnte man bereits von Weitem von der Aussichtsplattform durch die Baumwipfel blitzen sehen. Dort wird zwar gerade gebaut, ihr könnt aber dennoch bis fast an das Gebäude ranlaufen und auch die dortigen Infotafeln lesen – und ihr seid dabei eventuell ganz alleine. 

Historischer Wasserturm Heizkraftwerk Beelitz

Fazit

Ein wirklich schönes Wochenende, das allen Familienmitgliedern Spaß gemacht hat. Ich werde eventuell bald nochmal alleine für eine geführte Fototour durch die verlassenen Bauwerke der Heilstätten wiederkommen und definitiv werden wir nächstes Jahr wieder bei Juli im Beepark übernachten – dann am besten gleich mehrere Nächte!

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